Friends of Freshdads
Cool. Ein Kinderstar, der mich nicht sofort nervt. Obwohl er einen Wunderknaben spielt. Take that, Anakin. Zudem in einem sehenswerten Film, der an "Big Fish" erinnert. Da kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen. Und wer ist das in der weiblichen Nebenrolle? Helene Bonham Carter. Holt meinen Popcornbecher, ich hab zu tun. Auch wenn es nicht direkt ein Film für Kinder ist.
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Mir gehts nicht gut heute. Den Kleinen auch nicht - die Prinzessin hatte eine schlechte Nacht, der ABC-Schütze ist furchtbar emotional. Es ist die Aufregung vor dem großen Urlaub. In der Krippe erzählt die Pinke Fetischistin davon, dass sie schwimmen wird, wie ein Fisch, dabei nicht weinen. Und erklärt, wer alles mitkommt. "Papa nicht. Papa Arbeit." Womit sie Recht hat - leider, denn obwohl das Reiseziel mich kalt lässt kann ich nicht glauben, das ich die freien Tage genießen werde. Was zum Teufel ist da nur schief gelaufen?
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Und im Heli sitzen Papa und Mama.In den USA ist eine Alleinerziehende verhaftet worden, ihre neunjährige Tochter dem Jugendamt übergeben. Der Grund: die berufstätige Mutter hat ihrem Kind ein Handy in die Hand gedrückt und es den Tag über in den Park geschickt. Am dritten Tag in Folge wurde es von besorgten Mitmenschen angesprochen und die Mühlen des Gesetzes kamen in Gang. Was wir ein extremes (und extrem dummes) Beispiel klingt, ist ein Zeichen einer Entwicklung, die auch hierzulande passiert. Kinder dürfen nicht mehr frei sein. Aber auch: Kinder werden beschützt. Zwei Seiten einer Medaille, die gerade uns Eltern zur Verzweiflung treiben kann.
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Bild von chipgriffinHeute ist ein großes Fußballspiel angesetzt. Was könnte besser geeignet sein, um einem ABC-Schützen theologische Fragen zu erklären? Vor allem, weil er auf dem Schulweg unglücklich war. "Heute ist nur Religion. Ich hasse das." Nun, dem Jungen kann geholfen werden. Dachte ich.
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Es ist WM-Zeit, und wir fühlten, dass wir unser Deutschtum symbolisch bekräftigen müssen. Also haben wir die Kinder ins Auto gepackt und sind mit dem Auto über den Brenner gefahren, um Badeurlaub zu machen. In einem Club-artigen Campingplatz mit Kinderdisko und Public Viewing. Jetzt kann ich tanzen, kenne holländische Fußballlieder und weiß, wie auf Italiens Autobahnen gefahren wird. Zehn andere Beobachtungen aus der deutschen Urlaubskolonie:
Foto von Elizabeth/Table4Five
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So erlebt meine Tochter moderne Kunst.
Schief auf Papas Arm.Kunst kommt vom Kind. Wenn sie für Erwachsene wäre, hieße sie Eunst. Aber wer auf Krawall gebürstet ist, soll mal versuchen sein Krabbelkind in ein ernstes Museum mitzunehmen. Ich behaupte: es ist der einzig wahre und beste Weg, Kunst zu erleben. Die Wärter behaupten: sie dürfen hier keinen Apfel essen.
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Schief auf Papas Arm.Kunst kommt vom Kind. Wenn sie für Erwachsene wäre, hieße sie Eunst. Aber wer auf Krawall gebürstet ist, soll mal versuchen sein Krabbelkind in ein ernstes Museum mitzunehmen. Ich behaupte: es ist der einzig wahre und beste Weg, Kunst zu erleben. Die Wärter behaupten: sie dürfen hier keinen Apfel essen.
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Showdown. Zwei deutsche Traditionsmarken versuchen sich 2014 am Vatertagsspot für den neuen Mann. Wer gewinnt? Ist es Nivea, die (nach Protesten) ihrem zuckersüßen Blondschopf auf der Weihnachtswerbung einen Vater gegönnt haben, oder Philips, die mit ihren Rasierersegment den Kunden Mann wahrscheinlich besser kennen als die Fettcrememischer? Hier gibts den Vergleich, und die Siegerehrung gleich dazu.
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Auch eine Mama. Hautpflegeprodukte durchaus angebracht.Liebe Mamis, habt ihr Sonntag vor Rührung ein paar Tränen verdrückt? Ich wünsche es euch. Ein klein bisschen arbeiten Papas ja daran mit, dass die Kindergarten-Werke und Wachsmalstift-Krakeleien neben Blumenstrauß und Kaffee ans Bett wohlbehalten ankommen. Alle Eltern verstehen an diesem Tag besser, was sie an der eigenen Mutter (und dem eigenen Vater) hatten. Der Job ist anspruchsvoller, als man aus der Froschperspektive geglaubt hat. Wenn es nicht verstecktes Selbstlob wäre, würde ich sagen: Wow, Mama. Coole Nummer. Eltern haben es nicht leicht. Meine Zurückhaltung täte anderen ganz gut, die eigentlich nichts verloren haben am Muttertagsfrühstücksbett: Firmen wie Nivea oder Procter&Gamble, die keine Gelegenheit auslassen, auf Mamas Tränendrüse zu drücken. Denn mit Emotionen verkauft man Seife und Babyöl. Das ist mittlerweile ein beliebtes Werbemuster, und Schuld daran sind nicht zuletzt die sozialen Medien.Gemeckert habe ich darüber schon öfter: Nivea hat zum Muttertag letztes Jahr und zu Weihnachten zwei Spots von ihrerer Agentur Labamba machen lassen. Beide sind perfekt und emotional hoch effektiv. Man heult. Man klickt und teilt. Schöne für die Firma, denn billiger kann man Werbung kaum machen. Nivea hatte sich ein bisschen Ärger eingehandelt, weil in ihren Spots kein Papa vorkam. Aber das war vielleicht nicht mal absichtlich: diese Art von Spots zielt auf die Damen, die das Portmonnaie zückt, wenn es an den Einkauf von Pflegeartikeln geht. Mama eben.
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Crossover, mein Klon.
Als Papa habe ich ein zwiespältiges Verhältnis mit Lego. Tolles Spielzeug, blöder Bodenbelag. Nervig zum Aufräumen, toll um beide Kinder trotz Altersunterschied gleichzeitig zu bespaßen. Natürlich bin ich mit eckigen Plastiksteinen groß geworden. Will ich mir deswegen einen Marketing-Film des Konzerns anschauen? Jein. Naja, eigentlich schon. Also habe ich meine zynische Brille aufgesetzt und mir "Lego" angeschaut. Gut so. Sonst hätte ich den besten Film 2014 verpasst.
Mehr oder weniger die ganze Handlung ist im kurzen Trailer schon zusammengefasst. Emmit ist ein typischer Großstadtbewohner. So typisch, dass er als das langweiligste Lego-Männchen aller Zeiten gelten darf. Er folgt streng allen Anweisungen (und wir Lego-Opfer wissen, wie umfangreich die sein können). Irgendwann wird er in eine Verschwörung verstrickt, die ganze (Lego)-Welt schockzufrosten. Die Widerstandsbewegung (die sich schon jetzt den Anweisungen widersetzt) sieht in Emmit den Auserwählten und retten ihn aus den Fängen der Polizei (Hallo? Die Matrix hat angerufen. Sie möchte gerne ihren Plot zurück). Nur: Emmit ist wirklich eine Vollpfeife.
"Lego" hat zudem noch Parallelen zu "Toy Story", als sich in der zweiten Hälfte herausstellt, dass Ordnung und Chaos durch ein (realmenschliche) Vater-Sohn-Paar personifiziert werden. Papa ist Sammler und verbietet seinem Sohn, mit den teuren Lego-Welten zu spielen, die im Keller stehen. Er will sie mit Plastikkleber vor der Zerstörung retten. Der Sohn möchte lieber kreativ spielen. Lieber Kino-Zuschauer: du darfst raten wie der Film endet (mit einem exzellenten Gag, so viel sei verraten.) Emmit ist, wie Woody und Buzz Lightyear, ein beseeltes Spielzeugmännchen.
Klingt also, als sei der Film wie eine Lego-Konstruktion aus tausend alten Teilen zusammen gesetzt. Und das ist wahr. Aber die Macher haben erkannt, dass genau hier die Stärke des Films liegt. Lego hat so viele verschiedene Themen und Welten, dass die Zahl der möglichen Cross-Overs unendlich ist - wenn man denn ohne Respekt an die Sache geht. Und das tut das Team. So kommt es zu Szenen, in denen Batman Han Solo den Hyerantrieb klaut, oder Gandalf und Dumbledore sich über die korrekte Aussprache ihrer Namen streiten. Das ganze ist mit perfektem und sehr rasanten Comedy-Timing umgesetzt; ich vermute ich habe nicht einmal die Hälfte aller optischen Witze mitbekommen. Ein zweiter Kinobesuch ist also angesagt.
Moment, da war doch noch was - richtig, meine Kinder? Was fangen mit dem Film an? Kurz gesagt: sie haben ihren Spaß. Es gibt Action, es gibt Legomännchen, es gibt Star Wars. Alles dran, was man sich wünscht. Ein Film, der beide Zuschauergruppen perfekt bedient (wobei ich mich ein bisschen frage, was Mamas davon haben. Irgendwie scheint mir der Film etwas männlich ausgerichtet, zumindst was die Verteilung der relevanten Charakter angeht.)
Unterm Strich also eine uneingeschränkte Empfehlung für Papas mit Kindern, solange man sich nicht daran stört, dass der Film eine 90-minütige Werbesendung ist...
Als Papa habe ich ein zwiespältiges Verhältnis mit Lego. Tolles Spielzeug, blöder Bodenbelag. Nervig zum Aufräumen, toll um beide Kinder trotz Altersunterschied gleichzeitig zu bespaßen. Natürlich bin ich mit eckigen Plastiksteinen groß geworden. Will ich mir deswegen einen Marketing-Film des Konzerns anschauen? Jein. Naja, eigentlich schon. Also habe ich meine zynische Brille aufgesetzt und mir "Lego" angeschaut. Gut so. Sonst hätte ich den besten Film 2014 verpasst.
Mehr oder weniger die ganze Handlung ist im kurzen Trailer schon zusammengefasst. Emmit ist ein typischer Großstadtbewohner. So typisch, dass er als das langweiligste Lego-Männchen aller Zeiten gelten darf. Er folgt streng allen Anweisungen (und wir Lego-Opfer wissen, wie umfangreich die sein können). Irgendwann wird er in eine Verschwörung verstrickt, die ganze (Lego)-Welt schockzufrosten. Die Widerstandsbewegung (die sich schon jetzt den Anweisungen widersetzt) sieht in Emmit den Auserwählten und retten ihn aus den Fängen der Polizei (Hallo? Die Matrix hat angerufen. Sie möchte gerne ihren Plot zurück). Nur: Emmit ist wirklich eine Vollpfeife.
"Lego" hat zudem noch Parallelen zu "Toy Story", als sich in der zweiten Hälfte herausstellt, dass Ordnung und Chaos durch ein (realmenschliche) Vater-Sohn-Paar personifiziert werden. Papa ist Sammler und verbietet seinem Sohn, mit den teuren Lego-Welten zu spielen, die im Keller stehen. Er will sie mit Plastikkleber vor der Zerstörung retten. Der Sohn möchte lieber kreativ spielen. Lieber Kino-Zuschauer: du darfst raten wie der Film endet (mit einem exzellenten Gag, so viel sei verraten.) Emmit ist, wie Woody und Buzz Lightyear, ein beseeltes Spielzeugmännchen.
Klingt also, als sei der Film wie eine Lego-Konstruktion aus tausend alten Teilen zusammen gesetzt. Und das ist wahr. Aber die Macher haben erkannt, dass genau hier die Stärke des Films liegt. Lego hat so viele verschiedene Themen und Welten, dass die Zahl der möglichen Cross-Overs unendlich ist - wenn man denn ohne Respekt an die Sache geht. Und das tut das Team. So kommt es zu Szenen, in denen Batman Han Solo den Hyerantrieb klaut, oder Gandalf und Dumbledore sich über die korrekte Aussprache ihrer Namen streiten. Das ganze ist mit perfektem und sehr rasanten Comedy-Timing umgesetzt; ich vermute ich habe nicht einmal die Hälfte aller optischen Witze mitbekommen. Ein zweiter Kinobesuch ist also angesagt.
Moment, da war doch noch was - richtig, meine Kinder? Was fangen mit dem Film an? Kurz gesagt: sie haben ihren Spaß. Es gibt Action, es gibt Legomännchen, es gibt Star Wars. Alles dran, was man sich wünscht. Ein Film, der beide Zuschauergruppen perfekt bedient (wobei ich mich ein bisschen frage, was Mamas davon haben. Irgendwie scheint mir der Film etwas männlich ausgerichtet, zumindst was die Verteilung der relevanten Charakter angeht.)
Unterm Strich also eine uneingeschränkte Empfehlung für Papas mit Kindern, solange man sich nicht daran stört, dass der Film eine 90-minütige Werbesendung ist...
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Hand aufs Herz: Wer weiß aus dem Stegreif wer die Inkas waren? Die mit den Pyradmiden, oder die mit der gefiederten Schlangengottheit? Beides falsch. Das waren Azteken und Maya. Zeit für einen Besuch in Rosenheim, wo bis Ende 2014 eine großartige Ausstellung einen Einblick in diese Hochkultur Südamerikas gibt. Am Rande: das sind die mit den Lamas.
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