Blogeintrag

Der passende Vorname für das eigene Kind

Basteldad

Ich kann die Frage nicht mehr hören "Und wie wird euer Kind heißen?" Ganz am Anfang, als wir erfahren haben, dass wir Nachwuchs bekommen, dachten wir naiverweise noch, das mit dem Vornamen wird ganz einfach und auch lustig. Lustig finde ich dabei nichts mehr, es ist anstrengend, zeitraubend und nervig. Wir sind jetzt an dem Punkt, an dem man keine Lust mehr hat einen Vornamen zu suchen, nicht nochmal das Vornamenbuch durchgehen, nicht nochmal die Listen zu den beliebtesten Vornamen der letzten Jahre anschauen. Am Ende solcher Aktionen sind wir nämlich immer gleich klug wie zuvor.

Wir bekommen einen Buben, ich finde es gibt viel mehr schöne Mädchennamen. Die paar Jungennamen, die mir gefallen, gefallen meiner Freundin nicht und außerdem stehen sie auf der Topliste der beliebtesten Jungennamen.

Das Blödeste was man tun kann bei der Vornamenwahl ist, mit Freunden, Bekannten und Familie darüber sprechen. Wenn man zuvor noch Favoriten hatte, hat man danach garantiert keine mehr. Es gibt keinen Vornamen, der auch den anderen gefällt.

Diese Hilfeliste hat meine Freundin im Internet gefunden und wir sind sie dann auch durchgegangen, d.h. wir haben sie beantwortet und danach wußten wir das was wir auch vorher wußten. In Summe haben wir sicher schon 4 Vornamenlisten mit jeweils zehn möglichen Namen. Und genialerweise ist kein einziger Name dabei, der mich und meine Partnerin überzeugt. Anfangs wollten wir sogar zwei Vornamen, jetzt bin ich froh, wenn wir uns auf einen einigen können.

Auf das soll man angeblich bei der Namenswahl achten:

  • Der Name soll zum Nachnamen passen (klar eigentlich)

  • Die Länge des Namens soll mir gefallen (eher kurz)

  • Soll der Name international sein? (nein, weil unser Nachname ist auch nicht international)

  • Soll der Name leicht zu schreiben sein oder eine ausgefallene Schreibweise haben? (das Kind soll den Namen mal buchstabieren können und wenn möglich nicht erst mit 12 Jahren)

  • Der Name soll keine negativen Assoziationen hervorrufen (z.B. der Name der unfreundlichen Nachbarin) (auch klar, die Vornamen der Exfreunde meiner Frau müssen es nicht sein)

  • Ist mir ein Bezug zu meiner Religion wichtig? (bitte nicht, das ist ein Problem, viele schöne Namen werden mit einer Religion in Verbindung gebracht)

  • Will ich eine Ähnlichkeit zwischen meinem Vornamen und dem des Kindes oder lieber nicht? (was soll das bringen, also nein wollen wir nicht)

  • Soll der Name ausgefallen oder geläufig sein? (besonders aber nicht so besonders, dass man nachfragen muss, wenn man sich vorstellt)

  • Soll der Name modern sein? (egal, schön und passend soll er sein)

  • Der Name soll nicht durch den Dialekt meines Wohnorts verändert werden (z.B. aus Jaqueline wird “Tschacklin”) (das ist mir sehr wichtig, leiden soll mein Sohn unter seinem Vornamen nicht)

  • Lege ich wert auf eine besondere Bedeutung? (Bedeutung soll ok sein, zumindest nicht für was Negatives stehen)

  • Soll der Name traditionell oder neumodisch sein? (männlich und zeitlos bitte)

  • Der Name soll nicht anfällig für Hänseleien sein (stimmt)

  • Kann ich mir vorstellen, dass der Name sowohl zu einem süßen Kind, als auch zu einer respektablen erwachsenen Person passt? (ist mir auch wichtig)

  • Soll sich der Name abkürzen lassen oder lieber nicht? (wenn ja, dann soll die Abkürzung gut klingen)

  • Kann ich mir vorstellen, mein Kind in der Öffentlichkeit mit diesem Namen zu rufen? (wäre schon blöd, wenn man sich das nicht vorstellen könnte)

Stand der Dinge ist übrigens, dass wir in den nächsten Monaten nicht mehr über mögliche Vornamen diskutieren und uns mit dem Thema erst wieder einen Monat vor der Geburt beschäftigen. Bin gespannt, ob es dabei bleibt oder wann mich meine Freundin mit dem einem weiteren potentiellen Vornamen überrascht.

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