Blogeintrag

Sohnemann wird selbständig

Clemens

Am Wochenende waren wir bei den Großeltern. Seine Oma liebt er über alles, von ihr bekommt er auch alles was er haben möchte. Bis vor einige Wochen, war er ein richtiges Mama und Papakind. Einer von uns musste immer bei ihm sein. Jetzt ändert sich das, er ist nicht mehr so ängstlich. Finden wir super. Er geht viel offener auf andere Menschen zu.

Wenn man Vater ist, dreht sich alles nur mehr um das Kind. Etwas mühsam ist es, wenn die Verwandten permanent von unserem Sohn hören wollen, dass er sie lieb hat. Das stresst mich wahrscheinlich mehr als unseren Sohn. Wenn sie wenigstens in normaler Sprache mit ihm reden würden.

Was ich aber jetzt erzählen wollte: Sonntag Abend packen wir uns zusammen, Auto einräumen, Geschenke von den Großeltern verstauen, verabschieden und dann wollten wir auch ins Auto steigen. Fängt unser Kind doch wirklich zum Trotzen an "ich will bei Oma bleiben". Der Oma hat das gefallen, was sozusagen die Bestätigung, dass ihr Enkerl sie lieb hat. 

Haben versucht ihn zu überzeugen, hat nix genützt, sind dann ins Auto gestiegen und haben scherzhalber gemeint, ok dann bleibst du bei der Oma. Dachten, da wird er es sich dann doch anders überlegen. Aber nein, er wollte das wirklich. Wir haben ihn dann doch noch davon überzeugen können, dass wir ihn nicht hier lassen wollen. Etwas raunzig ist er dann doch eingestiegen. Im Auto war dann eh gleich alles vergessen.

Komisch war es für mich und meine Freundin. Es war das erste Mal, dass unser Sohn uns zeigte, dass er uns nicht braucht, auch wenn er uns braucht. War ein komisches Gefühl. In Summe ist es toll, so können wir ihn bald mal übers Wochenende bei der Oma lassen und das ohne schlechtem Gewissen.  

 

 

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