Friends of Freshdads

Obwohl Väter zunehmend mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und familiäre Aufgaben übernehmen möchten, arbeitet der Großteil nach der Geburt eines Kindes weiterhin in Vollzeit. Flexible Arbeitszeitmodelle könnten hierbei eine wichtige Rolle spielen, um Beruf und Familie bei Vätern besser zu vereinbaren.

Auf Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels und mit Fixed-Effects-Regressionsmodellen untersuchen Susanne Wanger und Ines Zapf, inwieweit sich flexible Arbeitszeitmodelle auf die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden von Männern und Vätern auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem Wechsel von festen zu flexiblen Arbeitszeitmodellen die Arbeitszeit von Männern zunächst ansteigt.

Dieser Anstieg ist für Männer mit Kindern geringer als für kinderlose Männer. Wird ein Mann Vater und wechselt im gleichen Jahr zu Gleitzeit mit Arbeitszeitkonto oder selbstbestimmten Arbeitszeiten, dann reduziert sich die tatsächliche Arbeitszeit kurzfristig. Die vorliegende Studie zeigt, dass arbeitnehmerorientierte Arbeitszeitmodelle dazu beitragen können, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Vätern zu verbessern, auch wenn der Rückgang der Arbeitszeit bei Vätern noch relativ klein ist.

Verschiedene Forschungsergebnisse zeigen, dass Männer nach der Geburt eines Kindes ihre Arbeitszeit erhöhen, wenn die Partnerin die Erwerbstätigkeit unterbricht. Bleibt die Partnerin dagegen erwerbstätig, verringern sie diese jedoch. Vor diesem Hintergrund gehen Wanger und Zapf davon aus, dass Männer, die Vater werden und arbeitnehmerorientierte flexible Arbeitszeitregelungen nutzen können, ihre tatsächlichen Arbeitszeiten verringern.

Quelle

23 April, 2018 - 12:24

Der Katholische Familienverband in Österreich (KFÖ) will ein starkes Zeichen für die Beteiligung der Väter an der Kindererziehung setzen: Anfang Mai wird die Kampagne „Vater sein – verpass nicht die Rolle deines Lebens” gestartet – zugleich Slogan des Jahresthemas des Verbandes. 10.000 Plakate und Postkarten mit diesem Appell sollen in Pfarren, Gemeinden und Geburtskliniken unter die Leute gebracht werden, heißt es in einer Ankündigung.

„Mehr Teilhabe der Väter in der Kindererziehung ist der Schlüssel zu mehr Gleichberechtigung und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf”, ist KFÖ-Präsident Alfred Trendl überzeugt. „Vor allem aber sind uns die Väter selbst ein großes Anliegen. Ich bin selbst Vater und weiß durch meine jetzt schon erwachsenen Kinder, wie schnell die Zeit verfliegt.” Der Familienverband wolle Väter bewusst dazu animieren, ihre Vaterschaft aktiv zu gestalten und präsent zu sein. “Das ist ein Gewinn für die ganze Familie – besonders aber für den Vater selbst”, so Trendl.

Begleitet wird die Imagekampagne von einem „virtuellen Väterstammtisch”: Die neue Website soll pünktlich zum Vatertag online gehen. „Es gibt bereits viele Angebote und Informationen für Väter, allerdings richten sich diese meist an werdende und ganz junge Väter”, erklärte Trendl. Die vom Katholischen Familienverband betriebene Website richte sich auch an Väter in anderen Lebensphasen, solle informieren und zum Austausch anregen. Aufgebaut sei die Website nach dem Alter und der Entwicklungsstufe der Kinder, zahlreiche Blogbeiträge sollen informieren und Freude am Vatersein vermitteln.

„Wir wollen uns ein Jahr aktiv mit dem Thema Vaterschaft auseinandersetzen und hoffen, damit nicht nur das Bewusstsein für die große Bedeutung eines aktiven und präsenten Vaters zu stärken”, kündigte Trendl an. Und noch viel wichtiger sei es, Männer zu motivieren, „ihre Vaterrolle zu finden, ernstzunehmen und aktiv zu leben“

Quelle

21 April, 2018 - 21:53

Das Verständnis von Familie und die Vorstellungen, was eine gute Mutter oder einen guten Vater ausmacht, können ganz unterschiedlich sein. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Herkunftsländern von Geflüchteten. In diesem Kontext veröffentlicht das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) Ergebnisse einer soziologischen Studie zum Familienverständnis in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Ziel der Studie war es, Erkenntnisse über die Rolle von Staat und Familie sowie die geschlechtsspezifischen und familiären Rollenvorstellungen in verschiedenen MENA-Staaten zu erlangen und mit den vorherrschenden Vorstellungen in Deutschland zu vergleichen. Unter den Begriff MENA-Staaten werden die Regionen des Nahen Ostens und Nordafrikas (Middle East and Northern Africa) gefasst, wie zum Beispiel der Libanon, Syrien, der Irak oder auch Pakistan.

Neben verschiedenen Standpunkten, beispielsweise bezüglich des idealen Heiratsalters und der Akzeptanz von Scheidungen, wurden die Einstellungen zur Arbeitsteilung in der Familie, wie etwa die Erwerbstätigkeit von Müttern, analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Befragte in Deutschland eine verhältnismäßig positive Einstellung zur Berufstätigkeit von Müttern aufweisen. Im Gegensatz dazu zeigt sich eine höhere Ablehnung von berufstätigen Müttern in den MENA-Ländern. Damit zusammenhängend weisen die Analysen jedoch auf, dass auch innerhalb der MENA-Staaten unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Müttererwerbstätigkeit bestehen. So vermuten 89 Prozent der Befragten aus Jordanien einen negativen Zusammenhang von Müttererwerbstätigkeit und dem Kindeswohl. Demgegenüber sehen nur 66 Prozent aller Befragten aus Ägypten und der Türkei nachteilige Auswirkungen auf die Kinder, wenn eine Mutter erwerbstätig ist.

Auch in den Bereichen Wirtschaft und Politik variieren die Vorstellungen bei den Rollen von Männern und Frauen zwischen Deutschland und den MENA-Staaten. Beispielsweise sprechen lediglich 17 Prozent der Befragten in Deutschland Männern eine höhere Kompetenz in politischen Positionen zu als Frauen. In den MENA-Regionen halten gut drei Viertel Männer für fachkundiger. Allerdings stellen die Autoren fest, dass höher gebildete Befragte aus Nordafrika und dem Nahen Osten Frauen und Männern eher gleiche Kompetenzen für politische Ämter zuschreiben.

Die Ergebnisse der Studie lassen sich zwar nur bedingt auf Geflüchtete übertragen, die in Deutschland und anderswo leben. Sie geben jedoch Aufschluss darüber, welches Verständnis von Familie und familiären Rollen in den Herkunftsländern vorherrschen und wie heterogen diese je nach Land und soziodemografischen Merkmalen wie Bildung, Geschlecht und Alter sind.

Aus Sicht des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg können die Ergebnisse auch zu einer Versachlichung der gesellschaftlichen Diskussion über die Wertvorstellungen und Geschlechterrollen von Flüchtlingen beitragen, indem sie aufzeigen, dass eine differenzierte Betrachtung statt einer Pauschalisierung notwendig ist.

Quelle

19 April, 2018 - 15:50

Der Schweizer Vätertag rückt näher: Am 3. Juni wird es auch in diesem Jahr wieder vielfältige Aktionen geben, die väterliches Engagement thematisieren und feiern. Kurz nach dem Vätertag wird dann auch eine lyrische Bombe gezündet: Am 7. Juni gibts in der Matte Brennerei in Bern den Papa-Poetry-Slam – ein Poetry Slam, bei dem in der ersten Runde das Thema Vaterschaft mit Wortkunst aufgegriffen wird.

Männlichkeit hat viele Seiten – und braucht dringend Auseinandersetzung. Deshalb organisieren wir die Gesprächsreihe Penis-Dialoge: mit viel Sorgfalt und Respekt, aber ohne Tabus. Am 21. Juni um 19:30 Uhr starten wir in Zürich mit dem ersten Penis Dialog zu Sexualität – ein Gespräch zu männlicher Sexualität, zu Lust und Intimität, Grenzen, Berührung und #metoo, mit Nicolas Zogg, Markus Theunert, Bruno Wermuth (Paar- und Sexualberater und “Doktor Sex” bei 20Minuten) und Martin Bachmann (Männerberater und Sexologe beim mannebüro züri).

Welche Geschichte möchtest du als Vater schreiben? Im Vatercrashkurs holst du dir Antworten auf deine Fragen rund ums Vaterwerden und -sein, tauschst dich mit anderen werdenden und frischgebackenen Vätern aus und holst dir Impulse, um deine Rolle als Vater aktiv zu gestalten.

Theaterstück Väter: In Luzern lässt ein Theaterstück Väter übers Vatersein sprechen. “Väter” feiert am 27.4. Premiere und läuft dann bis Juni.

Weiterbildungen bei jumpps: Zahlreiche bereichernde Kurse zur Jungen- und Mädchenpädagogik.

Studie zu Erziehungsstilen: Eine Studie will überprüfen, ob es tatsächlich auch in der Schweiz Unterschiede zwischen den Erziehungsstilen von heterosexuellen und sexuell anders orientierten Eltern gibt.

Alleinerziehende oder mehrheitlich betreuende Väter gesucht: Für aktuelle Medienanfragen suchen wir Familien, bei denen die Frau die Mehrheit der Erwerbsarbeit und der Mann die meiste Care-Arbeit übernimmt. Oder Väter, die alleinerziehend sind, bzw. getrennt leben und den grössten Teil der Betreuungsarbeit leisten.

Quelle

17 April, 2018 - 12:27
15 April, 2018 - 22:41

Die familienpolitische Debatte in Deutschland ist aktuell von der Frage geprägt, wie eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestaltet werden kann. Das Ziel, Väter stärker in Familienarbeit einzubinden und ihnen „mehr Zeit für Familie“ zu ermöglichen, steht auch europaweit vermehrt auf der politischen Tagesordnung. Nicht zuletzt setzt sich die EU dies zum Ziel in ihrem sogenannten Vereinbarkeitspaket als ersten Umsetzungsschritt einer Europäischen Säule sozialer Rechte. Es geht dabei grundsätzlich um eine Neuverteilung der Familienarbeit zwischen den Partnern: Einerseits wird eine aktive Beteiligung von Vätern an Familienarbeit gefördert und auch gefordert, andererseits werden Mütter bei Familienarbeit entlastet und können vermehrt einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Ein neuer Bericht der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa befasst sich mit der Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit in acht europäischen Ländern (Deutschland, Estland, Island, Norwegen, Österreich, Schweden, Slowenien, Tschechische Republik). Die leitende Fragestellung lautete: Welche Maßnahmen und Instrumente fördern wirksam eine stärkere Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit und welche Instrumente haben die untersuchten Staaten bereits eingeführt?

Der Bericht zeigt unter anderem auf, dass für eine partnerschaftliche Neuverteilung von Familienarbeit zwischen den Partnern verschiedene Faktoren eine Rolle spielen: finanzielle Ressourcen, Werte und Normen sowie politische Rahmenbedingungen. Für Väter reservierte Elternzeiten könnten dabei als Türöffner dienen, da sie an einer entscheidenden Stelle im Lebensverlauf ansetzen: Der Geburt des (ersten) Kindes, mit dem die Familienarbeit schlagartig ansteigt und ab der an häufig die Mütter in einen Großteil der Familienarbeit übernehmen, während Väter weiter erwerbstätig sind. Viele Staaten hätten Elemente von Väterzeiten eingeführt und damit gute Erfahrungen gemacht. Weitere Informationen unter:

Quelle

13 April, 2018 - 09:35
  • Wie wird Vaterschaft in Fernsehserien inszeniert?
  • Welche Modelle von Elternschaft entwerfen sie und wie wird dabei über Geschlechter- und Familienrollen reflektiert?
  • Wie thematisieren sie die Widersprüche von Affekt und Macht, von Autonomie und Abhängigkeit in Familienbeziehungen?

Der Band „Väter allerlei Geschlechts“ lädt ein darüber nachzudenken, wie Fernsehserien Vaterschaft (und durchaus auch Mutterschaft) inszenieren und welche Momente der gesellschaftlichen Selbstreflexion und Projektion sich darin abzeichnen. Dabei gilt das besondere Interesse dem spezifischen Reflexionspotential serieller Formate: Unter dem Stichwort der Intergenerationenambivalenz fragen wir, wie serielle Fernseherzählungen von Vaterschaft die zunehmende Spannung zwischen traditionellen, auch normativen Rollenbildern und gelebten Familienpraxen auffächern.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

Wenn Mütter auch Väter sind und Väter auch Mütter. Eine Einleitung Anja Besand, Mark Arenhövel und Olaf Sanders

Ben Cartwright und andere Väter: Bonanza Brigitte Georgi-Findlay

Komische Väter? Das Lustige, das Lächerliche und Vorstellungen von der ‚guten Familie‘ in Sitcoms. Katja Kanzler

Väterliche Prekarität in The Sopranos Karl-Josef Pazzini und Olaf Sanders

Von Max zu Maura: Auf der Suche nach Trans*gressiver Elternschaft im US-amerikanischen Fernsehen. Mirjam M. Frotscher und Gesine Wegner

Abraham, Agnew, McNulty und die anderen. Väter-Cops und ihre Opfer.Christian Schwarke

Family Values in New Mexico. Patriarchale Eskalation in Serie. Mark Arenhövel

Von einsamen Müttern und verzweifelten Vätern: Fernsehserien als Erziehungsratgeber. Anja Besand

Quelle

11 April, 2018 - 09:16

Die Balance zwischen Beruf und Privatleben ist nach Nigel Marsh zu bedeutend, um sie Ihrem Arbeitgeber zu überlassen.

9 April, 2018 - 20:54

Im Gespräch bleiben, offen sein für neue Ideen, kleine Lösungen schnell umsetzen, Vorbild für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein: Damit haben Unternehmerinnen und Unternehmer gute Erfahrungen gemacht, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Das waren einige Ergebnisse der Tagung, zu der das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie am 1. März 2018 nach Hannover eingeladen hatte. Kirsten Frohnert, Projektleiterin im Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie, hat anschließend im Interview mit dem Niedersächsischen Väterportal die Aspekte „Väterfreundlichkeit von Unternehmen” und „Vereinbarkeit für Väter” genauer in den Blick genommen.

Was motiviert ein Unternehmen dazu, sich mit dem Thema Väterfreundlichkeit zu beschäftigen?

Unternehmen stehen unter großem Druck im Hinblick auf das Thema „Fachkräfte finden und Fachkräfte binden”. Und Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgeber aufstellen wollen, nehmen alle Zielgruppen in den Blick, wenn es darum geht, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Da rücken auch die Väter in den Blick. Bewerber treten heute auch mit klaren Erwartungen auf den Arbeitsmarkt, gerade die jungen Männer sagen heute: „Für uns ist es kein Entweder Oder”, sondern sie haben auch Vereinbarkeitswünsche, die oft genauso wichtig sind wie das Gehalt. Im Bewerbungsgespräch wird die Frage formuliert: „Wie kann ich vereinbaren? Welche Möglichkeiten bieten Sie mir, zum Beispiel flexibel zu arbeiten?”. Wir wissen aus unseren Studien, dass beispielsweise 51 Prozent der Väter sich eine Reduzierung der Arbeitszeit wünschen für mehr familiäres Engagement. Und in der Gruppe der jungen Väter zwischen 18 und 29 Jahren wünschen sich sogar 69 Prozent mehr Zeit für die Familie und würden dafür auch gern die Arbeitszeit reduzieren. Wenn der Fachkräftebedarf auf der einen Seite zusammentrifft mit diesen neuen Erwartungen von jungen Vätern, dann rücken die Väter in den Fokus der Vereinbarkeit.

Welche Angebote gibt es in der Praxis und wo liegen die Unterschiede?

Das Wichtigste ist – egal, ob es Angebote für Frauen oder für Männer sind – die Arbeitszeitflexibilität. Das hören wir immer wieder, egal in welcher Vereinbarkeitssituation jemand ist, ob als Mann oder als Vater beziehungsweise Sohn, ob als Mutter, Tochter oder pflegende Angehörige – Arbeitszeitflexibilität ist ein ganz wichtiges Instrument. …

Quelle

7 April, 2018 - 17:54

… zunächst das Beispiel von Familie Schlüter ‘Kinder und Karriere’ aus NDR extra 3, das ich nicht zur Nachahmung empfehle.

5 April, 2018 - 15:50

Seiten