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So i(s)st Deutschland 2011 - Die Ergebnisse der Nestlé Studie

Bereits zum zweiten Mal hat Nestle Deutschland die umfassende Studie "So i(s)st Deutschland" über das Ernährungsverhalten der Menschen in Deutschland durchgeführt. Darin wird der Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen auf das Ernährungsverhalten analysiert.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Entstrukturierung des Alltags nimmt weiter zu. Gegessen wird, wenn Zeit dafür ist
  • „Snacking“ und „Out-of-Home“-Verzehr sind die Zukunftstrends
  • Familie prägt Ernährungsverhalten der Kinder nach wie vor am stärksten
  • Trotz Krise: Preissensibilität sinkt, gutes Essen und Trinken wird wichtiger
  • Verbraucher legen mehr Wert auf regionale Produkte als auf Bio
  • Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung überfordern viele Verbraucher

Entstrukturierung des Alltags nimmt zu

In Deutschland ist das Berufsleben ein zentraler Faktor für die Entstrukturierung des Alltags. Rund jeder sechste arbeitet 50 Stunden und mehr in der Woche, 17 Prozent machen Schichtarbeit; 10 Prozent arbeiten selbständig oder freiberuflich. Lange Arbeitszeiten führen bei Frauen noch mehr als bei Männern zu einer Entstrukturierung des Tagesablaufs. Als Folge dessen sind regelmäßige und ausgedehnte Mahlzeiten eher selten. Menschen mit wenig regelmäßigem Tagesablauf essen nur selten zu festgelegten Tageszeiten. Statt des Hungerbedürfnisses bestimmen freie Zeitfenster, ob und wann gegessen wird. 

"Snacking" und "Out-of-Home"-Verzehr sind die Zukunftstrends

Bei der Sensibilisierung für das Thema Ernährung gibt es indes eklatante Unterschiede zwischen Männern und Frauen. So geben 56 Prozent der Frauen an, sich sehr viele oder viele Gedanken über ihre Ernährung zu machen, bei den Männern sind dies nur 32 Prozent. Die Unregelmäßigkeit der Tagesverläufe hat zur Folge, dass immer häufiger Hauptmahlzeiten durch Kleinigkeiten, sprich „Snacks“, ersetzt werden. Dies ist vor allem bei den Jüngeren weit verbreitet: Mehr als zwei Drittel der unter 30-Jährigen essen zumindest ab und zu statt einer Hauptmahlzeit eine Kleinigkeit; rund jeder Sechste ersetzt sogar täglich oder fast täglich eine Hauptmahlzeit durch eine Kleinigkeit.

Familie programmiert das Ernährungsverhalten der Kinder

Für fast alle Lebensbereiche, auch für die Ernährung, ist die Familie die wichtigste Sozialisationsinstanz für Kinder, erst danach folgen Betreuungseinrichtungen, Schule und Freunde. Die vielschichtigen strukturellen Veränderungen stellen jedoch auch die Familien bei der Umsetzung einer gesunden Ernährung vor wachsende Herausforderungen. Aus Sicht der Bevölkerung ist heute eine ungesunde und unregelmäßige Ernährung eines der Hauptprobleme von Kindern. Zwei Drittel der Eltern legen bei der Erziehung ihrer Kinder besonderen Wert auf eine gesunde Lebensweise. Besonders deutlich wird hier ein Trend im Vergleich mit den Erziehungsgewohnheiten der Vorgeneration, bei der nur 33 Prozent der Eltern die gesunde Ernährung der Kinder wichtig war.

Der Wert "gesunde Ernährung" hängt aber auch vom sozialen Status der Eltern ab, der zumindest teilweise auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Ernährungstyp prägt. In den sozial schwächeren Schichten sind die Ernährungstypen „Maßlose“ und „Leidenschaftslose“ überdurchschnittlich vertreten, und damit jene Ernährungstypen, die sich weniger Gedanken über gesunde Ernährung machen.

Genauere Ergebnisse über die Studie kann man sich kostenlos als PDF herunterladen.

Grundlage der aktuellen Studie sind über 10.000 Befragungen, die durch das Institut für Demoskopie Allensbach, die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Ipsos Deutschland sowie Icon Kids & Youth durchgeführt wurden. 

Quelle: nestle.de

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