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Erste-Hilfe-Kurse für Eltern

Spielen, Rodeln, Herumtollen und die Welt entdecken – doch von einem Moment auf den anderen kann schon ein Unfall passieren und Eltern müssen dann sofort und auch richtig reagieren, denn das kann entscheiden über Leben und Tod oder vermeidbare spätere Folgen.

Mit der Geburt eines Kindes tragen Eltern eine große Verantwortung. Auch wenn man immer auf die Kleinen aufpassen möchte, ist es nicht möglich, die Kleinen vor allem zu beschützen. Deshalb sollten Eltern sich bestmöglich auf kleinere aber auch größere Unfälle vorbereiten, denn dann können sie reagieren und sofort Erste Hilfe leisten.

Passieren kann viel: Eine giftige Flüssigkeit ist schneller verschluckt, als man schauen kann, Stürze der Kinder gehören fast schon zum Alltagserlebnis von Eltern. Die Gefahren lauern leider überall, unsere Welt ist nicht sicher und schon gar nicht für Kinder.

Zumindest jeder, der in Besitz eines Führerscheins ist, muss verpflichtend einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Leider liegt das meist lange zurück und das damals gelernte Wissen ist mehr vergessen als gegenwärtig abrufbar. Richtiges Handeln im Ernstfall sollte regelmäßig geübt werden, damit man es bei Bedarf auch wirklich abrufen und umsetzen kann.

Es gibt spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Eltern, bei denen man lernt, bei Unfällen, die Kindern häufig passieren, richtig zu reagieren. Ein Kinderkörper ist nicht vergleichbar mit dem Körper eines erwachsenen Menschen. Eltern ist es oft nicht bewusst, dass ein Kleinkind auch an einer ganzen Erdnuss ersticken kann, da die Luftröhre des Kindes sehr dünn ist. In so einem Fall müssen Eltern schnellstmöglich reagieren und die Luftröhre von der Nuss befreien. Rettung rufen, gehört natürlich auch dazu, doch bis sie hier ist, wäre es in diesem Fall bereits zu spät. Üblicherweise braucht die Rettung etwa zehn Minuten bis zum Einsatzort. Das Gehirn kommt aber nur drei Minuten ohne Sauerstoff aus. Falls das Kind ohnmächtig wird und blau anläuft, führt kein Weg daran vorbei, sofort einen Ersatzkreislauf durch Beatmung herzustellen. Die Regel 2:30 sollte man sich merken, zweimal beatmen und 30 Mal das Herz pumpen.

Deshalb sollten Eltern und auch alle anderen Erwachsenen von Zeit zu Zeit einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Die Kurse werden von verschiedenen Organisationen wie Rotes Kreuz, Samariterbund angeboten. Die Kurse sind für alle leistbar und das gewonnene Wissen kann im Notfall Leben retten und Folgeschäden vermeiden.
 

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